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WARUM KUNSTSCHULE?
Kinder haben Lust zu lernen, sie sind neugierig, stellen Fragen, wollen forschen, sich ausprobieren und Neues erfinden. Diese natürliche Freude und Motivation des Kindes können wir unterstützen. Kunstschule stärkt die individuellen Fähigkeiten und Entwicklungen des Kindes. Im Mittelpunkt der ästhetischen Bildung steht das einzelne Kind mit seinen Interessen, Stärken und Potenzialen.

In kleinen Gruppen und unter kompetenter Begleitung lernt das Kind in der Wahrnehmung mit allen Sinnen, die Welt zu erobern. Es be-greift verschiedene Qualitäten und Wirkungsweisen von Bildern und Medien und entwickelt zukunftsweisende Kompetenzen, wie Analysieren, Unterscheiden und Beurteilen. Offen gestaltete Lernsituationen inspirieren das Kind zum Ausprobieren und Entdecken von neuen Zusammenhängen. Kunstschulen unterstützen in den Bildungsprozessen mit den Künsten forschendes und gleichzeitig erfindendes Lernen. Der Umgang mit unterschiedlichen Materialien und mit technischen wie handwerklichen Anforderungen fördert die Entfaltung der Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeiten des Kindes.

Eigenen Empfindungen und Ideen eine ganz persönliche Form geben zu können, sei es ein Bild, Objekt, Text, Bewegung oder Ton… macht Freude und verleiht dem Kind Selbstvertrauen. Dieses ganzheitliche Lernen in Kunstschulen ist grundlegendes Element von Selbstbildung und Voraussetzung weiter führender Lernvorgänge im späteren Leben. Es fördert die Lust am Lernen und die Motivation zu lernen. Mit dieser Arbeit leisten Kunstschulen einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der individuellen Persönlichkeit und legen die Basis für den Erwerb relevanter Schlüsselkompetenzen.

In Zeiten der Reizüberflutung durch die allgemeine Alltagshektik, das Fernsehen, den Computer und entsprechender Spiele, werden schon junge Kinder nahezu pausenlos von außen berieselt. Wie wohltuend ist es da, den Trichter einmal umzudrehen, um etwas aus dem eigenen Inneren nach außen zu bringen.

Die Kunstschule bietet Freiräume, ohne Normen, starre Regeln und Anpassungsdruck, in denen sich Fantasiekräfte entfalten und Gemütskräfte entwickeln können. In einer Welt, die Leistung vergötzt – und schon jungen Kindern Wettbewerb und Leistung abnötigt, ist es umso mehr erforderlich, Raum für spontanes Erfinden, Ausprobieren, Sinnenlust und Spass einzurichten. Die Kunstschule bietet die Möglichkeit, etwas anzustellen: zeichnen, malen, hämmern, sägen, kneten, matschen, spielen… Künstlerisches Gestalten erfordert Eigen-sinn, als Grundlage für das Bewußtsein einer eigenen Persönlichkeit.

„Man kann einen Menschen nichts lehren,
man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“

-Galileo Galilei-

Marion Strothmann, Kunstschulleitung

Gedanken zur Kunstschularbeit
von Herrn Prof. Dr. Hartmut Girke
Das stille Schauen eines Kindes ist Ereignung voller Phantasie. Dabei kommen die Kräfte des eigenen Gemütes ins Spiel; sie bewahren das Sehen davor, durch die Engführungen des rechnenden Nutzendenkens beeinträchtigt oder gar bestimmt zu werden. In seinem kontemplativen Schauen ist das Kind frei und vermag es, staunend in einen poetischen Bezug einzurücken, in dem es bei sich und beim Erscheinenden zugleich ist. Das sinnende Auge entspricht dem Erscheinenden und gewinnt so Nähe. Eine Nähe, die schließlich in das große Miteinander von Ich und Welt sammelt und auf diese Weise Geborgenheit schenkt. Rainer Maria Rilke spricht von dem „ins Ganze geborenen Herzen".

In unserer Zeit der mannigfaltigen Zerstreuungen wird es immer dringlicher, Kinder und Jugendliche anzuregen bzw. darin zu unterstützen, die mit der Geburt geschenkte Kraft der Sammlung im Schauen zu bewahren. Denn es geht dabei um Dasein.
Und für die Erwachsenen gilt (auf vielen Kongressen von Ärzten und Psychotherapeuten ist davon die Rede), dass es angesichts der Abstraktionen und der Zersplitterungen machenschaftlicher Tüchtigkeit in unserer Gegenwart für das Individuum mehr und mehr darauf ankommt, sich um den Bezug zu sich selbst – also um Sammlung in die eigene und ungreifbare Mitte – zu kümmern. Denn anders ist Wirklichkeit individuellen Daseins nicht zu erreichen. Das stille Schauen kann hierbei eine starke Unterstützung sein.

Die Kunstschule PALETTI mit ihren qualifizierten und engagierten Dozentinnen und Dozenten bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viele Möglichkeiten zu schöpferischer Tätigkeit. In dem umfangreichen Programm findet man sicher ein Angebot, das zu den eigenen Wünschen passt.


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